Häufige Fragen und Antworten – Allgemeines zur Klassenbildung

Was passiert bei der Klassenbildung? Warum braucht es sie?

In regelmässigen Abständen wird geprüft, ob die Klassen an den Sekundarschulen anders gebildet werden müssen. Dies hängt mit vorwiegend demografischen Faktoren zusammen. Treten weniger Kinder in die Schule ein als zuvor, ist die Aufrechterhaltung einer Klasse im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler fraglich. Bei einer restriktiven Auslegung der geltenden Reglemente dürfen nur Klassen Bestand haben, denen mindestens 15 Schülerinnen und Schüler zugewiesen sind. Dasselbe gilt umgekehrt: Treten wieder mehr Kinder in die Schulen ein, muss unter Berücksichtigung der maximalen Klassengrösse geprüft werden, ob eine neue Klasse gebildet werden muss.

Die Klassenbildung kann dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler auch solchen Sekundarschulen zugewiesen werden, die nicht in kürzester Distanz liegen. Die Eltern der betreffenden Primarschülerinnen und -schüler werden von den Schulleitungen kontaktiert, mit dem Ziel, freiwillige Personen für andere Schulstandorte zu finden.

Was ist neu?

Der Vorgang ist nicht neu. Die Schulleitungen wurden jedoch dazu angehalten, die gesetzlichen Bestimmungen konsequent anzuwenden.

Was ist die Minimalzahl Schülerinnen und Schüler pro Klasse?

15 Schülerinnen und Schüler muss eine Klasse mindestens enthalten. 

Was sparen die Steuerzahlenden, wenn eine Klasse aufgelöst wird?

Eine Klasse kostet die Steuerzahlenden rund 250‘000 Franken pro Jahr.

Warum müssen Lehrpersonen entlassen werden?

Wenn es weniger Klassen braucht, dann braucht es auch weniger Lehrpersonen. Aktuell kommt es zu Entlassungen aufgrund des geburtenschwachen Jahrgangs, der neu in die Sekundarschule eintritt und einer konsequenten Anwendung der Reglemente. Treten wieder mehr Kinder in die Sekundarschule ein, können weitere Klassen und die Anstellung von Lehrpersonen in Erwägung gezogen werden. Massgeblich ist die minimale und maximale Klassengrösse (minimal 15 Schüler, maximal 24 Schüler). 

Wer fällt die Entscheide?

Die Zuständigkeiten sind im Bildungsgesetz des Kantons Basel-Landschaft sowie in der Verordnung für die Sekundarschule des Kantons Basel-Landschaft geregelt.

Das Bildungsgesetz des Kantons Basel-Landschaft sieht folgendes vor:

§ 30 Schulort

1 Die Sekundarschule wird in der Regel im Schulkreis der Wohngemeinde besucht.

2 Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion kann einzelnen Schülerinnen und Schülern den Schulbesuch in einem anderen Schulkreis bewilligen oder einzelne Schülerinnen und Schüler einem benachbarten Schulkreis zuweisen.

Quelle: http://bl.clex.ch/frontend/versions/1345

Die Schulleitungen nehmen die Klassenbildung vor – das Amt für Volksschulen prüft und bewilligt sie anschliessend. Die Details sind in den § 12 und 13 nachzulesen.

http://bl.clex.ch/frontend/versions/1183

Wenn mein Kind einer neuen Klasse zugewiesen wird: Habe ich Rekursmöglichkeiten? An wen kann ich mich wenden?

Wer mit einer Zuweisung des Amts für Volksschulen nicht einverstanden ist, kann innert 10 Tagen schriftlich begründet beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft Beschwerde gegen die Verfügung des Amts für Volksschulen einlegen. In der Beschwerde werden die Ausgangssituation und das Anliegen beschrieben sowie die gewünschte Lösung formuliert. Der Beschwerde ich auch eine Kopie der Zuweisungsverfügung beizulegen. 

zurück